Flächensuche
Die Flächensuche ist die Suche nach vermissten Personen in unwegsamen Gelände (z.B. Wälder, Felder, Wiesen, Flure). Der Flächenhund wird ausgebildet um lebende Personen zu orten, wie z.B. Suche nach Joggern, Mountainbikern, Reitern die im Gelände verletzt liegengeblieben sind, Suche nach Kindern, nach desorientierten Personen durch Demenz oder Schockzustände nach Unfällen... usw.
Bei der Flächensuche „stöbert“ der Hund nach jeglicher menschlicher Witterung in seinem zugeteilten Suchgebiet über den sogenannten Hochwind. Dabei bedient sich das Team (Hundeführer und Hund) unterschiedlicher Suchtechniken. Ein Flächenhund ist in der Lage in kürzester Zeit ein Gebiet von ca. 30.000 Quadratmeter Land in max. 20 Minuten abzusuchen. In der Arbeit läßt sich der Hund weder durch Passanten, andere Hunde oder Wild von der Arbeit ablenken.Diese Hunde sollten grundsätzlich über ein sehr gutes Gehorsam verfügen.
Der Hund arbeitet dabei völlig frei, ohne Halsband und Leine, nur mit einer Kenndecke versehen in z.B. Radien bis zu 50- 100 Metern (wobei jeder Hund eine ganz eigene Arbeitsdistanz hat) um seinen Hundeführer herum oder bedient sich je nach Hunderasse einer anderen Suchtechnik.
Es gibt drei Anzeigearten der Flächensuchhunde:
Das „Verbellen“: Hat der Hund gefunden, so verweilt er bellend bei der Person, bis der Hundeführer zu ihm gelangt ist. Die „Verbeller“sind am verbreitesten.
Das „Bringseln“: Hat der Hund gefunden, so nimmt er das an seiner Kenndecke befestigte Bringsel in seinen Fang, rennt zu seinem Hundeführer zurück und führt diesen direkt zur vermissten Person.
Das „Rückverweisen“: Hat der Hund gefunden, so rennt er zu seinem Hundeführer zurück, und führt diesen direkt zur vermissten Person.
Bei der Flächensuche handelt es sich nicht um Fährtensuche. Es werden auch keine Kriminellen oder Leichen gesucht. Das ist Aufgabe der Polizei!
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